SITA Deutschland GmbH (seit 2016 SUEZ)

Ganzheitliches validiertes CO2-Management in der Rohstoffverwertung

case study sita

Die SITA Deutschland GmbH ist das viertgrößte private Entsorgungsunternehmen in Deutschland. Das Unternehmen ist eine 100%ige Tochter von SUEZ ENVIRONNEMENT, einem an der Pariser Börse gelisteten Unternehmen. SUEZ ENVIRONNEMENT ist wiederum Teil der GDF Suez Gruppe und an der CAC40 in Paris gelistet. Die Abfallwirtschaft entwickelt sich immer mehr zu einem Markt, der wesentlich auf europäischen Gesetzgebungsvorgaben basiert. Diese verfolgen nicht zuletzt das Ziel, die Leistungen der einzelnen Länder für den Klimaschutz zu verbessern und zu vereinheitlichen.

Durch seine grenzüberschreitenden Kooperationen kann SITA Abfälle optimal zusammenführen und nachhaltigen Verwertungs- und Behandlungswegen zuführen. SITA-NEWS Gesellschaften erbringen an über 200 Standorten Leistungen für mehr als 200.000 Unter- nehmen und über 14 Millionen Einwohner. Im Jahr 2010 verzeichnete SITA NEWS einen Gesamtumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen über 3.000 Mitarbeiter an über 80 Standorten. Seit 2016 firmiert SITA unter SUEZ.

„Abfallentsorgung bedeutet für uns Rohstoffverwertung mit dem Ziel diese einem Recycling zuzuführen und den Kreislauf zu schließen. Nachhaltigkeit ist aber nicht nur ein Kernbestandteil unserer Leistungen, sondern auch integraler Bestandteil unserer Unternehmensvision.

Ein nachhaltiges Wirtschaften kann jedoch nur erzielt werden, wenn im ersten Schritt die CO2-Emissionen transparent ermittelt und validiert werden. Erst dann können Einsparpotenziale erkannt, geplant und auch nachvollziehbar umgesetzt werden.

Der DFGE TopDown Ansatz war hier für uns die bestmögliche Methode, um auch Scope 2 und 3 Emissionen zu erfassen und das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich zu behandeln“

Anja Zeischold, Environment ManagerSITA Deutschland GmbH

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Herausforderung

Seit Jahren hat Nachhaltigkeit hohe Priorität bei SITA. Abfallmanagement bedeutet bei SITA nicht nur, sich aktiv um die umwelt- und gesundheitsverträgliche Entsorgung von Abfällen zu kümmern. Vielmehr spielt modernes Abfallmanagement auch eine wichtige Rolle bei der Problemlösung im Zusammenhang mit der wachsenden Weltbevölkerung, der Rohstoffknappheit und dem Klimawandel. Die Themen Nachhaltigkeit und CO2 Management sind bei SITA zudem eng mit der Unternehmensvision verbunden. Zur Ermittlung der CO2-Emissionen im Abfallbereich hat SITA Deutschland für ihre Kunden 2010 den CO2-Scan eingeführt.

Auch in punkto Carbon Footprint Ermittlung sind die Deutschen im SITA-Verbund vorne dabei. Im selben Jahr wurde erstmals der Carbon Footprint der deutschen Standorte berechnet. Der unternehmensweite Carbon Footprint der über 80 deutschen Standorte sollte möglichst präzise erfasst werden.

Besonderes Augenmerk sollte auf die Erfassung aller Scopes (1, 2 und 3) gelegt werden, um die Möglichkeiten zur CO2-Einsparung in der Rohstoffverwertung ganzheitlich zu erkennen und verfolgen zu können.

Environmental Management wie von der EU gefordert

Lösung

Der ganzheitliche Anspruch der DFGE, als wissenschaftliches Institut gegründet und mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in der Ökobilanzierung, entsprach sehr genau den Anforderungen von SITA Deutschland. Die DFGE errechnet den unternehmensweiten CO2-Fußabdruck gemäß der Empfehlungen der EU Kommission und erfasst dabei nicht nur CO2-Emissionen, sondern CO2-Äquivalente über den gesamten Lebenszyklus der Untersuchungsobjekte.

Denn bei der Abfallentsorgung und Rohstoffverwertung für Städte, Gemeinden und Landkreise – aber auch bei Entsorgungslösungen für Unternehmen durch SITA spielen nicht nur Scope 1 Emissionen (Emissionen durch Energieverbräuche im Unternehmen) sondern auch die vom Green-House-Gas-Protokoll (GHG) geforderten Scope 2 und Scope 3 Emissionen (indirekte, vom Unternehmen nicht direkt verursachte Emissionen in vor- und nachgelagerten Prozessstufen) eine entscheidende Rolle.

Die DFGE ermittelte den Carbon Footprint von SITA Deutschland mittels der DFGE TopDown Methode. Hierbei wurden sensitive Positionen der CO2 Bilanz detektiert, herausgegriffen und dann detailliert untersucht. In einem iterativen und rekursiven Prozess, d.h. durch mehrmaliges Durchlaufen dieser Prozessstufen konnten so die Ergebnisse, die mit einer statistischen Fehlertoleranz angegeben wurden, nach und nach verfeinert werden.

Zudem lassen sich rasch Einsparmöglichkeiten der CO2-Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hin erkennen. Auch 2012 vertraute SITA Deutschland der DFGE für die Berechnung des unternehmensweiten Carbon Footprint. Dank der gesammelten Erfahrungen in der Erfassung der Werte und der DFGE Emissionsdatenbank wird die Fehlertoleranz des Carbon Footprint weiter minimiert.

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