Climate Transition Plan (CTP)

Schlüssel für nachhaltige Transformation

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wirkt als systemischer Treiber für Unternehmen: Rechtliche Berichtspflichten betreffen Banken, Investoren, Versicherungen und Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Ab 2027 müssen Banken Klimarisiken in Kreditentscheidungen berücksichtigen und werden belastbare Dekarbonisierungspläne verlangen. Investoren integrieren ESG-Kriterien, fokussieren sich auf Dekarbonisierung und schließen Unternehmen ohne überzeugenden Climate Transition Plan zunehmend aus Portfolios aus. Versicherungen berücksichtigen ESG bei Prämien und Selbstbehalten, während Kunden und Partner transparente Scope‑1, 2 & 3 Daten und nachvollziehbare Dekarbonierungspläne erwarten.

Ein Climate Transition Plan (CSRD Referenz: Übergangsplan für den Klimaschutz E1-1) ist daher nicht nur Pflicht, sondern entscheidender Erfolgsfaktor für Finanzierung, Investorenvertrauen und Lieferkettenbeziehungen.

Die DFGE unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung maßgeschneiderter CTPs: von Emissionsanalyse über realistische Reduktionspfade bis zu Szenarioanalysen – für regulatorische Compliance, Stakeholder-Transparenz und strategisches Klimamanagement.

Warum einen Climate Transition Plan erstellen?

6 klare Vorteile

Attraktivere Finanzierungskonditionen

Ein belastbarer CTP reduziert wahrgenommene Klimarisiken und kann günstigere Zinsen, größere Kreditlinien und bessere Investorenresonanz ermöglichen.

Reduziertes Reputations- und Greenwashing-Risiko

Ein transparenter, konsistenter Plan senkt das Risiko, dass ambitionierte Zielversprechen später als unglaubwürdig oder inkonsistent wahrgenommen werden.

Besserer Zugang zu Kunden & Ausschreibungen

Viele Großkunden verlangen klare Klimapfade; ein CTP erhöht die Chance, in Lieferantenpools zu bleiben oder neue Rahmenverträge zu gewinnen.

Effizientere Erfüllung von Reporting-Anforderungen

Ein CTP liefert Struktur und Inhalte für CSRD, CDP, SBTi und weitere Ratings, sodass Doppelarbeit und Abstimmungsschleifen deutlich reduziert werden.

Gezielte Steuerung von Investitionen für Dekarbonisierung

Der CTP bündelt Maßnahmen, CapEx-/ OpEx-Bedarf und Prioritäten, sodass Investitionen in Klimaschutz strategisch und nicht ad hoc entschieden werden.

Stärkere interne Verankerung von Klimazielen

Durch Governance, KPIs und klare Verantwortlichkeiten wird Klimaschutz vom Einzelprojekt zum festen Bestandteil von Strategie und Steuerung.

DFGE-Services für Climate Transition Pläne

Die DFGE unterstützt Unternehmen modular – von der ersten Readiness-Gap-Analyse bis zur umfassenden Ausarbeitung eines Climate Transition Plans. Grundlage ist stets die Nutzung Ihres bestehenden Daten-Ökosystems: Nachhaltigkeitsberichte, ISO-Zertifikate, Finanzplanung und Risikoregister werden gezielt für den CTP-Aufbau aktiviert.

Basic

CTP Gap-Analyse

  • Strukturierter Readiness-Check (9 CTP-Elemente)
  • Initiales Screening Ihrer bestehenden Unterlagen
  • Systematische Gap-Analyse inkl. Relevanzbewertung
  • Identifikation der größten Lücken und Risiken
  • Priorisierte Handlungsempfehlungen
  • Management-taugliche Ergebnispräsentation mit Gap-Matrix und CTP-Readiness-Status

Advanced

Ausarbeitung des CTP

  • Entwicklung oder Schärfung eines vollständigen CTP
  • Ableitung 1,5°C-kompatibler Scope-1, 2 und 3 Ziele inkl. Zwischenziele
  • Ausarbeitung eines konkreten Dekarbonisierungsfahrplans
  • Analyse von Locked-in-Emissionen und Transitionsrisiken
  • Integration von CapEx/OpEx-Bedarfen und Finanzierungsoptionen in eine investitionsfähige Roadmap
  • Definition von Annahmen für Szenario- und Risikobetrachtungen
  • Aufbau bzw. Optimierung von Governance-Strukturen, Verantwortlichkeiten und Anreizsystemen
  • Konzeption von KPI-Dashboards
  • Erstellung eines konsistenten, ESRS-kompatiblen CTP-Dokuments

Services

Flexible CTP-Unterstützung

  • Review Ihres eigens erarbeiteten vollständigen CTP oder einzelner Elemente
  • Verzahnung von CTP mit SBTi-Zielen, CSRD-Reporting und CDP-Anforderungen
  • CDP Climate Change: von Gap-Analyse bis Review
  • Moderation und inhaltliche Gestaltung von CTP-Workshops
  • Entwicklung einzelner CTP-Bausteine
  • Unterstützung beim Aufbau von Prozessen und Reporting-Tools
  • Sparring-Partner für interne Projektteams oder End-to-End-Projektsteuerung
  • Langfristige Begleitung bei Umsetzung der Roadmap und regelmäßigen Updates des CTP
  • Für Ihr CDP Climate Change Projekt: Realisierung der Mindestanforderungen eines CTP nach CDP-Anforderungen

Was sind die Bestandteile eines Climate Transition Plans? - Die 9 CTP-Elemente

Ein überzeugender Climate Transition Plan umfasst neun klar definierte Elemente, die aufeinander abgestimmt sind und die obengenannten Stakeholderanforderungen systematisch adressieren. Diese 9 CTP-Elemente bilden die inhaltliche Struktur der DFGE-Leistungen: 

  1. Grundsätzliches & Umfang – Systemgrenzen, Organisationseinheiten, Zeiträume (z.B. 2030/2050) und Klimabilanz (CCF). 
  2. Klimaziele – absolute Scope-1-, -2- und -3-Ziele, 1,5°C-kompatibel mit Zwischenzielen. 
  3. Hebel & Maßnahmen – Dekarbonisierungshebel im Betrieb und in der Lieferkette mit klarer Zielverknüpfung. 
  4. Locked-in-Emissionen – Emissionen aus bestehenden Assets und deren Einfluss auf die Zielgefährdung und Transitionsrisiken. 
  5. Investitionen – aggregierter CapEx/OpEx-Bedarf, fossile Assets und Finanzierungsquellen.
  6. Annahmen – externe und interne Parameter wie CO₂-Preis, Marktentwicklung, Wachstums- und Energiekostenannahmen. 
  7. Risiken & Chancen – Klimarisiken, Resilienzbeitrag und finanzielle Effekte.
  8. Governance – Entscheidungsstrukturen, Verantwortlichkeiten (RACI), Anreizsysteme, Gremien und Berichtswege.
  9. Fortschritt – KPIs, Meilensteine, Monitoring- und Update-Prozesse mit jährlicher Überprüfung.

Für jedes CTP-Element zeigt die DFGE auf, welche bestehenden Datenquellen (z.B. ISO-Zertifikate, Finanzplanung, Risikoregister, Governance-Protokolle) genutzt werden können und welche konkreten Dokumente im Projektverlauf erstellt oder geschärft werden. So entsteht ein integrierter CTP, der sowohl interne Steuerung als auch externe Anforderungen aus CSRD, SBTi, CDP oder allgemeinen Stakeholderanfragen gleichermaßen bedient. Sie haben Fragen zu den einzelnen Dienstleistungen? Dann treten Sie gerne mit uns in Kontakt!

Climate Transition Plan

Ihre Vorteile

Warum Sie sich bei der Erstellung eines Climate Transition Plans an die DFGE wenden sollten

Flexibilität

 

  • Individuell zugeschnitten auf Ihr Unternehmen und Ihre Wertschöpfungskette
  • Anpassbar an Unternehmensgröße, Branche und Zielsetzungen
  • Von Scope-1, -2 und -3 Emissionserfassung bis zu konkreten Reduktionspfaden
  • Praxisnah und direkt umsetzbar

Expertenwissen

 

  • Über 25 Jahre Erfahrung in Klimastrategien, Dekarbonisierung und ESG-Beratung
  • Fundiertes Know-how zu regulatorischen Anforderungen wie CSRD, EU-Taxonomie und TCFD
  • Kombination aus wissenschaftlich fundierten Methoden und pragmatischen Handlungsempfehlungen

Das DFGE-Netzwerk

 

  • Zugang zu internationalen Experten und Partnern aus relevanten Branchen
  • Best-Practice-Beispiele und innovative Ansätze zur Klimatransformation
  • Unterstützung bei der Integration von Lieferkettenperspektiven

FAQ | Der Climate Transition Plan (CTP) einfach erklärt

1. Was ist ein Climate Transition Plan (CTP)?

Ein CTP ist ein strategischer Fahrplan, der Unternehmen dabei unterstützt, ihre Emissionen zu reduzieren, Klimarisiken zu managen und die Dekarbonisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu planen.

2. Warum ist ein Climate Transition Plan für Unternehmen wichtig?

Unternehmen benötigen einen CTP, um regulatorische Anforderungen wie die CSRD zu erfüllen, die Erwartungen von Banken, Investoren und Versicherungen zu adressieren und ihre Marktposition gegenüber Kunden und Partnern zu stärken.

3. Welche Inhalte umfasst ein Climate Transition Plan?

Ein Climate Transition Plan (CTP) beschreibt strukturiert, wie ein Unternehmen seine Emissionen reduziert und den Übergang zu einer klimaverträglichen Wirtschaftsweise steuert. Grundlage ist die Analyse der Scope-1-, -2- und -3-Emissionen, auf deren Basis realistische Reduktionspfade und Zwischenziele definiert werden. Ergänzend werden Szenario- und Risikoanalysen durchgeführt sowie konkrete Maßnahmen zur Dekarbonisierung von Produktion, Energie, Produkten und Lieferketten festgelegt.

Ein überzeugender CTP folgt dabei einer klaren Struktur aus neun zentralen Elementen. Dazu gehören der Geltungsbereich und die Klimabilanz, 1,5 °C-kompatible Klimaziele, konkrete Dekarbonisierungshebel, die Analyse möglicher Locked-in-Emissionen, sowie die Planung von Investitionen und zugrunde liegenden Annahmen (z. B. CO₂-Preis oder Marktentwicklung). Ergänzt wird dies durch die Bewertung von Klimarisiken und -chancen, klare Governance-Strukturen mit Verantwortlichkeiten sowie KPIs und Monitoring-Prozesse, mit denen Fortschritte regelmäßig überprüft und der Plan weiterentwickelt werden können.

So wird der CTP zu einem integrierten Fahrplan, der sowohl operative Maßnahmen als auch strategische Steuerung und Transparenz gegenüber Stakeholdern ermöglicht.

4. Für welche Unternehmen ist ein Climate Transition Plan relevant?

Ein Climate Transition Plan ist grundsätzlich für Unternehmen jeder Größe und Branche relevant, die ihre Klimastrategie strukturiert entwickeln und transparent kommunizieren möchten. Besonders wichtig ist er für Unternehmen mit energieintensiven Aktivitäten, komplexen Lieferketten oder hohem Scope-3-Emissionsanteil.

Darüber hinaus gewinnt ein CTP zunehmend an Bedeutung durch regulatorische und marktseitige Anforderungen. Im Kontext der CSRD erwarten Finanzmarktakteure, Kunden und Geschäftspartner nachvollziehbare Dekarbonisierungsstrategien. Auch im Rahmen von CDP Climate Change werden Unternehmen zunehmend danach bewertet, ob sie über einen glaubwürdigen Übergangsplan mit klaren Zielen, Maßnahmen und Governance-Strukturen verfügen.

Ein strukturierter CTP hilft Unternehmen daher, Anforderungen aus Regulierung, Ratings und Stakeholder-Erwartungen zu erfüllen und gleichzeitig die eigene Dekarbonisierung strategisch zu steuern.

5. Wie hilft ein Climate Transition Plan bei Reporting und Umsetzung?

Ein CTP liefert eine strukturierte Grundlage für CSRD, CDP, SBTi und andere ESG-Reportings. Gleichzeitig definiert er konkrete Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und KPIs, sodass die Umsetzung der Klimaziele systematisch, transparent und überprüfbar erfolgt.

6. Was bedeutet die ESRS-Anforderung „Transition Plan for Climate Change Mitigation (ESRS E1-1)“?

Im Rahmen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) fordert die Angabe E1-1 „Transition Plan for Climate Change Mitigation“, dass Unternehmen offenlegen, ob und wie ihre Strategie und ihr Geschäftsmodell mit dem Übergang zu einer 1,5-°C-kompatiblen Wirtschaft vereinbar sind.

Dazu gehören Informationen zu Emissionsreduktionszielen, Dekarbonisierungsmaßnahmen, geplanten Investitionen, Governance-Strukturen sowie zur Überwachung der Fortschritte. Ein strukturierter Climate Transition Plan bildet die Grundlage, um diese Anforderungen konsistent und nachvollziehbar zu erfüllen.

7. Was versteht CDP unter einem „Climate Transition Plan“?

Im Rahmen des CDP Climate Change Fragebogens werden Unternehmen danach bewertet, ob sie über einen „Climate Transition Plan für den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft“ verfügen und wie dieser umgesetzt wird.
Gefragt sind unter anderem Angaben zu Emissionszielen, Dekarbonisierungsmaßnahmen, Governance-Strukturen, finanzieller Planung sowie zur Integration der Klimastrategie in die Unternehmensstrategie. Ein belastbarer Climate Transition Plan unterstützt Unternehmen dabei, diese Anforderungen strukturiert zu beantworten und ihre Transparenz gegenüber Investoren und weiteren Stakeholdern zu erhöhen.

Fragen zum Climate Transition Plan?

+49 8192 99 7 33-20