Dr. Antonia Kneer ist seit März 2025 Teil des DFGE-Teams. Im Bachelor und im Master studierte sie TUM-BWL (Technologie- und Management-orientierte BWL) an der TU München mit dem Schwerpunkt Maschinenbau. Antonia promovierte im Anschluss an der TU München in Kooperation mit dem Ludwig-Fröhler-Institut für Handwerkswissenschaften zum Thema „Circular Economy in kleinen und mittleren Unternehmen“.

Eine verschneite Landschaft mit einem Bach, der sich durch einen Wald schlängelt. Bäume und Felsen sind mit Schnee bedeckt, und ein paar Menschen stehen am Wasser. In der Ferne, unter einem klaren blauen Himmel, erscheint eine Brücke - wie ein Digitaler Produktpass der Natur, der die Szene verbindet.

Digitaler Produktpass: Transparenz entlang des Lebenszyklus als Schlüssel zur zirkulären Transformation

Die EU verfolgt mit dem Green Deal und ihrer Circular Economy Strategie eine klare Vision: Produkte sollen künftig langlebiger, reparierbarer und ressourcenschonender sein [1]. Ein zentrales Instrument, um dieses Ziel zu erreichen, ist der digitale Produktpass (Digital Product Passport, DPP) [2]. Er soll umfassende und standardisierte Informationen zu Materialien, Komponenten, Herkunft, Haltbarkeit, Reparierbarkeit, CO₂-Emissionen und Recyclingfähigkeit bereitstellen und so für Transparenz…

Ruderboote liegen am Ufer neben einem hölzernen Steg an einem ruhigen See, wo Segelboote - die für den Abend verankert sind - die Massenbilanzierung reflektieren, während die Sonne untergeht und einen warmen Schein über die ruhige Szene wirft.

Der Balanceakt der Zukunft: Massenbilanzierung als transparente Brücke zwischen fossilen und erneuerbaren Rohstoffen

Vom Rohstoff bis zum Produkt: Wie Massenbilanzierung Transparenz schafft Die Massenbilanzierung (englisch: mass balance) ist ein anerkanntes Verfahren zur bilanziellen Erfassung und Zuordnung nachhaltiger Rohstoffe in industriellen Produktionsprozessen. Sie ermöglicht es, erneuerbare oder recycelte Rohstoffe gemeinsam mit fossilen Rohstoffen in bestehenden Anlagen zu verarbeiten, ohne dass eine physische Trennung erforderlich ist. Dabei wird dokumentiert, welcher Anteil nachhaltiger Rohstoffe…

Ruhiger See mit grünlichem Wasser, der links von einer bewaldeten Uferlinie begrenzt wird. Ein einzelnes Segelboot, das die Werte der ESRS E5 Kreislaufwirtschaft widerspiegelt, ankert auf der rechten Seite unter einem klaren blauen Himmel mit ein paar Wolken.

ESRS E5 – Resource Use and Circular Economy

Ursprung & Definition Der ESRS E5 ist ein Standard im Rahmen des European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Er konzentriert sich auf das Thema Resource Use and Circular Economy und basiert auf konkreten politischen Zielen der EU, die vorherrschende lineare Wirtschaft (Take-Make-Dispose) hin zu einer Circular Economy (auch Kreislaufwirtschaft) zu transformieren. Dahinter steckt nicht nur eine…

Ein felsiger Hang mit hohem Gras und Wildblumen im Vordergrund, der die Kunstfertigkeit der Natur zeigt, ähnlich wie ESPR Produktdesign, mit Blick auf ein weites grünes Tal und entfernte Hügel unter einem teilweise bewölkten blauen Himmel.

Die stille Revolution im Produktdesign: Was die ESPR wirklich verändert 

Mit der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) zu Deutsch: Ökodesign für nachhaltige Produkte, stellt die Europäische Union die Weichen für eine nachhaltigere Wirtschaft. Die ESPR ist eine neue EU-Verordnung, die seit dem 18. Juli 2024 in Kraft ist und eine umfassende Weiterentwicklung der bisherigen EU-Ökodesign-Regelung darstellt. Die Verordnung, die Teil des European Green Deals…

Der Blick auf üppige, immergrüne Bäume im Vordergrund, einen ruhigen See in der Mitte und hoch aufragende, schneebedeckte Berge unter einem klaren, blauen Himmel erinnert an die Harmonie, für die das EU-Gesetz zur Kreislaufwirtschaft steht.

Der EU Circular Economy Act: Impuls für Kreislaufwirtschaft und Wirtschaftswachstum

Der Circular Economy Act (CEA) der EU ist eine Fortführung des Circular Economy Action Plan. Als Teil des Green Dealund Clean Industrial Deal verfolgt der CEA das übergeordnete Ziel, den Übergang Europas zu einer ressourcenschonenden und klimaneutralen Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Dabei soll der Rohstoffverbrauch deutlich reduziert, die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien systematisch gefördert und die Umweltbelastung, insbesondere durch Abfall und CO₂-Emissionen,…

Ein felsiger Berggipfel mit immergrünen Bäumen im Vordergrund, der ein weites grünes Tal und ferne Hügel unter einem blauen Himmel mit vereinzelten Wolken überblickt - eine inspirierende Szene für die EU-Grüne Woche 2025.

EU Green Week 2025 “Circular Solutions for a Competitive EU”

EU Green Week background EU Green Week is an annual event organized by the European Commission’s Directorate-General for Environment. It serves as Europe’s premier environmental conference, bringing together policymakers, businesses, environmentalists, and civil society leaders to discuss and promote European environmental policy. The event has been held for over 25 years and typically features high-level debates, workshops,…

Ein malerischer Blick auf grüne Wälder mit hohen Bergen im Hintergrund unter einem teilweise bewölkten blauen Himmel, der die Schönheit der Natur einfängt und zu Ideen anregt, wie die Kreislaufwirtschaft messbar gemacht werden kann für eine nachhaltige Zukunft.

Circular Economy messbar machen – CO₂-Kennzahlen als Schlüssel für zirkuläre Wertschöpfung

Circular Economy ist mehr als Recycling – sie ist ein strategischer Hebel für Unternehmen, um Resilienz zu stärken, Kosten zu senken und sich zukunftssicher aufzustellen. Wer heute auf Circular Economy setzt, reduziert nicht nur Umweltwirkungen, sondern schafft sich auch messbare Wettbewerbsvorteile. Zirkuläre Geschäftsmodelle entkoppeln Umsatz vom Ressourcenverbrauch – etwa durch langlebige, modulare oder wiederverwendbare Produkte. Modelle wie „Product-as-a-Service“, Wartung oder Sharing stärken die Kundenbindung und eröffnen…