Orientierung für Unternehmen im ESG-Rating-Dschungel – DFGE als strategischer Partner
Nachhaltigkeit ist längst mehr als ein Randthema – sie ist zu einem zentralen Steuerungsfeld moderner Unternehmensführung geworden. In diesem Zusammenhang spielt die Rolle der ESG‑Raters wie beispielsweise EcoVadis oder CDP eine immer wichtigere Rolle: Sie helfen dabei, komplexe Nachhaltigkeitsleistungen vergleichbar, bewertbar und für Stakeholder greifbar zu machen. ESG‑Ratings wirken somit als Übersetzer zwischen Datentiefe und Kapitalmarkt‑, Kunden‑ oder Lieferkettenanforderungen – und sie werden zunehmend zu Treibern unternehmerischer Verantwortung.
Doch mit wachsender Bedeutung steigt auch die Komplexität. Das regulatorische Umfeld befindet sich nämlich aktuell in einem dynamischen Wandel: Mit CSRD, ESRS und ISSB‑Standards müssen Unternehmen ihre Berichterstattung auf ein neues Niveau der Konsistenz, Transparenz und Vergleichbarkeit heben. Und gleichzeitig schafft die EU‑Verordnung (EU) 2024/3005 über Transparenz und Integrität in ESG‑Rating‑Aktivitäten erstmals klare Leitplanken für Ratinganbieter in Europa.
In diesem Spannungsfeld positioniert sich der „Rate the Raters 2025“‑Report des ERM Sustainability Institute als Orientierungsrahmen und Impulsgeber. Auf Basis einer globalen Unternehmensbefragung sowie zahlreicher Experteninterviews analysiert der Bericht, welche Rolle ESG‑Ratings heute spielen, welche Plattformen den größten Mehrwert liefern und in welche Richtung sich der Markt entwickelt.
Die zentrale Frage des Reports lautet:
Wie müssen sich ESG‑Ratings weiterentwickeln, um künftig als glaubwürdige, transparente und strategisch relevante Steuerungsinstrumente für nachhaltiges Unternehmensmanagement zu dienen?
2. Zentrale Ergebnisse – was Unternehmen wirklich bewegt
Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich, warum ESG‑Ratings heute zu einem festen Bestandteil moderner Unternehmensführung gehören. Laut Rate the Raters 2025 Report halten 84 % der befragten Unternehmen ESG‑Ratings für strategisch relevant – und erwarten mehr regulatorische Integration (68 %). Das zeigt deutlich: ESG‑Ratings entwickeln sich vom Reputations‑ zum Management‑Instrument.
Zudem kommt, das Unternehmen zunehmend selektiver und datengetriebener agieren. Während Investoren weiterhin Einfluss nehmen, gewinnen Kundenanforderungen und Transparenz in der Lieferkette massiv an Bedeutung. ESG wird damit nicht länger als reine Compliance‑Pflicht verstanden, sondern als entscheidender Wettbewerbsfaktor.
Das bestätigen auch die Zahlen: Rund zwei Drittel der Unternehmen nennen Investoren nach wie vor als wichtigen Einflussfaktor, gleichzeitig werten 71 % die Erwartungen von Kunden und 69 % die Anforderungen in der Lieferkette als zunehmend prägend. ESG‑Leistung wird damit längst im operativen Alltag entschieden – an Schnittstellen zu Geschäftspartnern, Kund*innen und Lieferanten.
Ein weiterer Trend: Fokus statt Gießkanne. Immer mehr Unternehmen konzentrieren sich gezielt auf wenige, aussagekräftige Ratings, die echten Mehrwert liefern. Im Rate the Raters 2025‑Report rangieren dabei CDP, EcoVadis und S&P Global ESG ganz vorne. Sie überzeugen mit klaren Bewertungsansätzen, hoher Glaubwürdigkeit und greifbarem Nutzen für unternehmerische Entscheidungsprozesse.
3. EcoVadis & CDP im Fokus – Warum „aktive Rater“ gewinnen
Warum gerade diese Anbieter vorne liegen, erklärt die Studie ebenfalls: Sie stehen für aktives Rating statt Datensammlung. Diese sogenannten aktiven Rater pflegen Dialog, liefern Feedback und treiben datenbasierte Verbesserungsprozesse voran.
- EcoVadis führt das Feld in wahrgenommener Nützlichkeit an. Seine praxisnahe, lieferkettenorientierte Bewertung macht es zu einem der effektivsten Tools für nachhaltiges Lieferkettenmanagement.
- CDP behält seine Rolle als Klimatransparenz‑Benchmark und steht für Qualität und Vergleichbarkeit.
- S&P Global ESG überzeugt mit analytischer Tiefe und einer engen Verbindung zur Finanzmarktlogik.
Gemeinsam zeigen diese Plattformen also, wie ESG‑Ratings zu dynamischem Management‑Instrumenten werden können, die Organisationen nicht nur messen, sondern auch messbar besser machen.
4. Strategischer Shift – Vom Score zum Management‑Tool
Der Wandel von der reaktiven Bewertung zum proaktiven strategischen Managementinstrument ist unübersehbar. Immer mehr Unternehmen verstehen ESG‑Ratings als Performance‑Kompass: Sie spiegeln Stärken und Schwächen wider, fördern interne Prozessreife und liefern wertvolle Orientierung für die Steuerung nachhaltiger Entwicklung. EcoVadis ist hier dabei, gezielt auch Verbesserungsbereiche zu kommunizieren, um Unternehmen detailliertes Feedback zu geben.
Das große Erfolgsrezept lautet „Report once – use many times “. Durch eine konsistente Datengrundlage können ESG‑Informationen mehrfach verwendet werden – für CDP, EcoVadis, CSRD und ESRS zugleich. Laut dem Rate the Raters 2025‑Report führt dieser integrierte Ansatz zu einer Effizienzsteigerung von bis zu 40 % und verbessert die interne Datenqualität deutlich. So wird aus Reporting Effizienz – aus Pflicht ein Wettbewerbsvorteil. Und genau hier setzt die DFGE an.
5. Was Unternehmen jetzt tun sollten – Die DFGE‑Perspektive
Seit vielen Jahren agiert die DFGE als erfahrener ESG-Partner und begleitet Unternehmen auf Augenhöhe dabei, den nächsten Reifegrad im Nachhaltigkeits- und ESG-Management zu erreichen – pragmatisch, datengetrieben und mit messbaren Verbesserungen in den Ratingergebnissen. Insgesamt hat die DFGE bereits über 300 Unternehmen erfolgreich unterstützt, ihre Nachhaltigkeitsstrategien gezielt an den Anforderungen führender ESG-Ratings wie CDP oder EcoVadis auszurichten und die Ergebnisse deutlich zu verbessern.
Aus dieser Erfahrung heraus zeigen sich vier zentrale Erfolgsfaktoren, mit denen Organisationen ihre ESG-Performance nachhaltig steigern können:
- Fokus schärfen: Weniger ist mehr – konzentrieren Sie sich auf die Ratings, die für Ihre Stakeholder und Geschäftspartner wirklich zählen.
- Daten verknüpfen: Bringen Sie CDP und EcoVadis Anforderungen in Einklang mit Ihrer CSRD – bzw. ESRS-Roadmap, um Synergien zu schaffen.
- Single Source of Truth schaffen: ESG-Daten zentralisieren, Silos auflösen und konsistente Kennzahlen etablieren. Dadurch wird Transparenz geschaffen und Berichtserstellung effizienter.
- Digitalisierung vorantreiben: Nachhaltigkeitsprozesse automatisieren, Kennzahlen systematisch erfassen und Reporting effizient gestalten.
Diese Empfehlungen zeigen in der Praxis spürbare Wirkung. Ein Best Practice Beispiel aus der DFGE-Kundenpraxis verdeutlicht das eindrucksvoll: Ein internationaler Hersteller konnte mit DFGE-Begleitung seine EcoVadis Scorecard innerhalb von drei Jahren von keiner Medaille zu einer stabilen Silbermedaille verbessern.
Die DFGE fungiert hierbei als Übersetzer zwischen Ratings, Regulierung und Strategie und sorgt für Klarheit, Kontinuität und Effizienz – damit Unternehmen sich darauf konzentrieren, was wirklich zählt: die Umsetzung ihrer ESG-Ziele und die nachhaltige Wertschöpfung ihrer Organisation.
6. Fazit
Der Rate the Raters 2025‑Report zeigt somit deutlich: ESG‑Ratings werden damit zum Taktgeber einer neuen Ära nachhaltiger Unternehmensführung – datenbasiert, vergleichbar und wirkungsstark. Und damit ESG‑Ratings auch künftig ihr volles Potenzial entfalten können, müssen drei Dinge passieren:
- Mehr Transparenz und Harmonisierung: Ratings brauchen nachvollziehbare Kriterien und einheitliche Standards.
- Nahtlose Integration in Regulatorik: CSRD, ESRS und ISSB müssen eng mit den Ratinganforderungen verknüpft werden.
- Kontinuierlicher Dialog: Nur in enger Zusammenarbeit zwischen Ratern und Unternehmen entsteht echter Fortschritt.
Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, werden ESG‑Ratings zu dem, was viele Unternehmen sich wünschen – nämlich ein glaubwürdiges, strategisches Steuerungsinstrument und ein echter Hebel für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Weitere Informationen zum Angebot der DFGE finden Sie hier. Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns über oder telefonisch unter +49 8192-99733-20.
Quelle:
https://www.erm.com/rate-the-raters/








