Stand 10/2026 – simplified ESRS
Unternehmen können Luft, Wasser und Boden belasten, etwa durch Emissionen aus Produktionsprozessen, Abwässer, Leckagen, Unfälle, Mikroplastik oder den Einsatz gefährlicher Stoffe. ESRS E2 „Umweltverschmutzung“ regelt, welche Informationen ein Unternehmen zu diesen Auswirkungen sowie zu den damit verbundenen Risiken und Chancen offenlegt.
ESRS E2 ergänzt die übergreifenden Angaben aus ESRS 2, insbesondere SBM-3 (Zusammenspiel von Auswirkungen, Risiken und Chancen mit Strategie und Geschäftsmodell, einschließlich finanzieller Effekte) und IRO-2.
Die Hürde bei E2 liegt weniger in der Zahl der Angabepflichten als in der Datenlage:
- Emissionsdaten: Messwerte und Meldungen liegen häufig verstreut bei Standorten, Umwelt- und Anlagenbeauftragten und Behördenmeldungen vor. Sie müssen zusammengeführt, einheitlich in Masseneinheiten dargestellt und mit der Wesentlichkeitseinschätzung begründet werden (AR 1–2).
- Stoffdaten: Mengen von besorgniserregenden Stoffen (SoC) und besonders besorgniserregender Stoffe (SVHC) sowie die Stoffnamen in Erzeugnissen setzen Daten aus Einkauf, Produktion, Produktsicherheit und Lieferanten voraus.
- Abgrenzung: Klimagase gehören zu E1, Wasserentnahme und -verbrauch zu E3, Abfallmengen zu E5. E2 betrifft Schadstoffemissionen. Eine klare Abgrenzung vermeidet Doppelerfassungen.
- Unfälle und Störfälle: Umweltunfälle sind in die Emissionsangaben einzubeziehen. Dafür braucht es ein Verfahren zur Erfassung und Bewertung.
Kontextspezifische Betrachtungen sind bei Verschmutzung besonders wichtig: Betreffen wesentliche Auswirkungen, Risiken oder Chancen bestimmte Standorte oder Gebiete, ist die Angabe angemessen zu aggregieren oder aufzuschlüsseln, etwa nach Standort oder Gebiet mit Wasserstress (ESRS 1 Kapitel 3.3.2).
Was unter Verschmutzung fällt. Der Standard behandelt Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung und Bodenverschmutzung, Mikroplastik sowie (SoC) einschließlich besonders besorgniserregender Stoffe (SVHC). Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden bezieht sich auf die Emissionen des Unternehmens in diese Medien sowie auf Vermeidung, Kontrolle und Verringerung dieser Emissionen. Emissionen in Wasser umfassen Süßwasser und Meerwasser
Schnittstellen zu anderen Standard:
- E1 (Klimawandel): E1 behandelt die sieben Treibhausgase CO₂, CH₄, N₂O, HFKW, FKW, SF₆ und NF₃. Diese sind in E2 nicht zu berichten. Andere Luftschadstoffe sind Gegenstand von E2.
- E3 (Wasser): E3 behandelt die Wassernutzung, auch über die Menge eingeleiteten Wassers. Schadstoffe einschließlich Mikroplastik, die in Wasser emittiert werden, gehören zu E2.
- E4 (Biodiversität und Ökosysteme): E4 behandelt Verschmutzung als direkten Treiber des Biodiversitäts- und Ökosystemwandels und die Folgen für Biodiversität und Ökosysteme. Die Emissionen von Schadstoffen bleiben bei E2.
- E5 (Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft): E5 behandelt Ressourcennutzung und den Übergang zur Kreislaufwirtschaft. Schadstoffemissionen aus Abfall oder aus Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung von Ressourcen werden in E2 behandelt.
- S3 (Betroffene Gemeinschaften): Verschmutzungsbedingte Auswirkungen auf Menschen und Gemeinschaften sind in S3 zu behandeln.
Unterthemen:
Für die Doppelte Wesentlichkeitsanalyse (DMA) nennt ESRS 1 Anhang A (nicht bindende Orientierung) zu E2 die Unterthemen Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Bodenverschmutzung, besorgniserregende Stoffe einschließlich besonders besorgniserregender Stoffe sowie Mikroplastik.
Struktur:
ESRS E2 umfasst fünf Angabepflichten (E2-1 bis E2-5), verteilt auf zwei Bereiche: IRO-Management sowie Kennzahlen und Ziele. Für Konzepte, Maßnahmen und Ziele gelten ergänzend die Rahmenvorgaben aus ESRS 2 (GDR-P, GDR-A, GDR-T). Es gibt zwei Kennzahlen-Angabepflichten: E2-4 (Emissionen und Mikroplastik) und E2-5 (besorgniserregende Stoffe).
Angabepflichten des ESRS E2 nach ESRS 2026
| Bereich | Angabepflicht | Inhalt in Kürze |
| IRO-Management | E2-1 | Konzepte zur Verschmutzung (nach GDR-P) |
| E2-2 | Maßnahmen und Ressourcen zur Verschmutzung (nach GDR-A) | |
| Ziele | E2-3 | Ziele zur Verschmutzung (nach GDR-T) |
| Kennzahlen | E2-4 | Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden; Mikroplastik |
| E2-5 | Besorgniserregende Stoffe (SoC) und besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) | |
| Finanzielle Effekte | – | keine eigene E2-Angabepflicht; Angaben nach ESRS 2 SBM-3 |
Wesentlichkeitsvorbehalt:
Berichtet wird nur, was nach der DMA wesentlich ist. Betrifft eine wesentliche Auswirkung, ein Risiko oder eine Chance nur ein Unterthema, ist auch nur dazu zu berichten ( ESRS 1 Rn. 30).
1 Die fünf Angabepflichten im Überblick
E2-1 – Konzepte. Das Unternehmen beschreibt seine Konzepte zum Umgang mit wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Verschmutzung nach den Vorgaben von ESRS 2 GDR-P. Zu beschreiben sind danach unter anderem die wesentlichen Inhalte und Ziele des Konzepts, sein Geltungsbereich in Bezug auf eigene Geschäftstätigkeit, Wertschöpfungskette und Geografien sowie Verweise auf Standards Dritter, zu denen sich das Unternehmen verpflichtet (GDR-P Rn. 42).
E2-2 – Maßnahmen und Ressourcen. Beschrieben werden die wesentlichen Maßnahmen zur Verschmutzung und die dafür eingesetzten Ressourcen nach ESRS 2 GDR-A. Dazu gehören im Berichtsjahr getroffene und geplante Maßnahmen mit Zeitrahmen, ihr Geltungsbereich und die erwarteten Ergebnisse (GDR-A Rn. 45). Wurden wesentliche finanzielle Mittel (Betriebs- oder Investitionsausgaben) eingesetzt oder sind sie zu erwarten, sind Art, Betrag und eine indikative Bandbreite künftiger Mittel anzugeben (GDR-A Rn. 46). Wesentliche Umweltmaßnahmen können nach der Minderungshierarchie (Vermeidung, Minimierung, Wiederherstellung, Kompensation) eingeordnet werden (ESRS 2 AR 37, nicht verpflichtend).
E2-3 – Ziele. Ziele zur Verschmutzung sind nach ESRS 2 GDR-T zu beschreiben. Das Unternehmen ist nicht verpflichtet, Ziele zu setzen. Hat es keine Ziele gesetzt, ist offenzulegen, ob und wie es die Wirksamkeit seiner Konzepte und Maßnahmen nachverfolgt (ESRS 2 GDR-T Rn. 52).
E2-4 – Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden. Ziel ist das Verständnis der Schadstoffemissionen des Unternehmens in Luft, Wasser und Boden sowie der Herstellung, Verwendung und Freisetzung von Mikroplastik. Offenzulegen sind:
- die Mengen wesentlicher Schadstoffemissionen in Luft, Wasser und Boden aus den eigenen Geschäftstätigkeiten im Berichtszeitraum, einschließlich solcher durch Umweltunfälle
- die Mengen primären Mikroplastiks, das in den Produkten des Unternehmens hergestellt oder verwendet wird, und getrennt davon die Menge, die direkt in die Umwelt freigesetzt wird.
E2-5 – Besorgniserregende Stoffe. Ziel ist das Verständnis wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Herstellung, Handel oder Verwendung von SoC und SVHC, einschließlich Risiken aus regulatorischen Änderungen. Welche Angabe gilt, hängt von der Rolle des Unternehmens ab:
- Hersteller, Formulierer oder Importeure von Stoffen (allein oder in Gemischen) legen die Gesamtmenge an SoC und getrennt die Gesamtmenge an SVHC offen, die sie beschafft, hergestellt, in Verkehr gebracht und direkt in Luft, Wasser und Boden freigesetzt haben, einschließlich unbeabsichtigter Freisetzungen durch Leckagen oder Verschüttungen.
- Verwender von Stoffen, die nicht unter Rn. 18 fallen, legen die Gesamtmenge an SVHC offen, die sie in Produktion und Dienstleistungserbringung verwendet und direkt in die Umwelt freigesetzt haben
- Hersteller, Importeure oder Verwender von Erzeugnissen, die SVHC enthalten, nennen die Namen der Stoffe, die in einer Konzentration über 0,1 Gewichtsprozent vorkommen (Verweis auf Artikel 33 REACH), in beschafften Komponenten oder Erzeugnissen sowie in Komponenten oder Erzeugnissen, die in Verkehr gebracht werden
2 Wesentlichkeit: Wann E2 relevant wird
Ob E2 wesentlich ist, entscheidet die Doppelte Wesentlichkeitsanalyse (DMA). Aus Sicht der DFGE ist das Thema häufig relevant für produzierende Unternehmen mit genehmigungspflichtigen Anlagen, die Chemie-, Metall-, Papier-, Textil- und Lebensmittelindustrie, die Land- und Forstwirtschaft, Unternehmen mit Verwendung oder Vertrieb gefährlicher Stoffe sowie für Hersteller von Produkten mit Mikroplastikbezug. Auch bei Unternehmen, bei denen E2 nicht insgesamt wesentlich ist, können einzelne Unterthemen wesentlich sein, etwa Mikroplastik oder Abwasserübergaben. Dies ist eine Einschätzung aus der Beratung und keine Vorgabe des Standards.
Für die Analyse gilt auch bei E2 ein pragmatischer Maßstab:
- Wesentliche Schadstoffemissionen werden über eine Managementeinschätzung ermittelt, die Tätigkeiten und Branche berücksichtigt.
- Das Unternehmen muss nicht jede mögliche Auswirkung in jedem Bereich bewerten, sondern konzentriert sich auf Bereiche, in denen wesentliche Auswirkungen, Risiken oder Chancen wahrscheinlich sind, etwa nach Geschäftsmodell, Geografie, Branche und Geschäftsbeziehungen (ESRS 1 Rn. 32(b)).
- Es darf Schätzungen auf Basis von Branchendurchschnitten, Sekundärdaten oder ausgabenbasierten Daten verwenden, wenn keine Primärdaten verfügbar sind (ESRS 1 Rn. 33, 64–65).
- Bei Standortbezug ist angemessen zu aggregieren oder aufzuschlüsseln.
3 Die Umsetzung des ESRS E2
Die Umsetzung von E2 verbindet zwei Arbeitsstränge. E2-4 und E2-5 verlangen Mengenangaben und lassen sich überwiegend über Datenerhebung abdecken. Konzepte, Maßnahmen und Ziele (E2-1 bis E2-3) erfordern dagegen unternehmensspezifische Entscheidungen und die Abstimmung mit Umwelt-, Anlagen- und Produktsicherheit, Einkauf und Controlling. Wir empfehlen ein schrittweises Vorgehen.
1. Ausgangslage klären: Wesentlichkeit, Standorte, Abgrenzung zu anderen Standards. Aus der DMA ergibt sich, welche Unterthemen (Luft, Wasser, Boden, Mikroplastik, SoC und SVHC) wesentlich sind. Für das Geschäftsjahr 2026 ist zu klären, welche ESRS-Fassung angewendet wird (Wahlrecht). Zu klären ist außerdem, welche Übergangserleichterungen gelten. Sinnvoll ist ein Screening der Standorte und Prozesse auf Emissionen und Stoffeinsatz. Da Verschmutzung ortsbezogen ist, sollte früh entschieden werden, ob nach Standort oder anderer Ebene aufgeschlüsselt wird.
2. Emissionsdaten aufbauen. Gefragt sind die Mengen wesentlicher Schadstoffemissionen in Luft, Wasser und Boden aus den eigenen Tätigkeiten im Berichtszeitraum, einschließlich Emissionen aus Umweltunfällen.
3. Mikroplastik erfassen. Anzugeben sind die Mengen an primärem Mikroplastik, die in den eigenen Produkten hergestellt oder verwendet werden, und getrennt davon die Mengen, die direkt in die Umwelt freigesetzt werden. Das Glossar (Annex II) unterscheidet primäres und sekundäres Mikroplastik. Für Unternehmen mit Kunststoff-, Kosmetik-, Textil- oder Reinigungsmittelbezug ist früh zu klären, ob Daten zu Rezepturen und Rohstoffen vorliegen.
4. Stoffdaten klären. Die Angaben hängen von der Rolle des Unternehmens ab:
- Chemiesektor (Hersteller, Formulierer, Importeure und Großhandel von Chemikalien nach AR 4): Gesamtgewicht der SoC und getrennt der SVHC, die beschafft, hergestellt, in Verkehr gebracht und direkt freigesetzt wurden, einschließlich Leckagen und Verschüttungen.
- Verwender von Stoffen außerhalb des Chemiesektors: Gewicht der SVHC, die in Produktion und Dienstleistungen verwendet und direkt freigesetzt wurden.
- Hersteller, Importeure und Verwender von Erzeugnissen mit SVHC: Namen der Stoffe, die in beschafften oder in Verkehr gebrachten Komponenten oder Erzeugnissen in einer Konzentration über 0,1 % Massenanteil vorliegen, nach Art. 33 REACH (Rn. 20).
DFGE-Empfehlung: Einkauf, Produktsicherheit und Recht an einen Tisch holen und die Stoffdatenbank (Stoffliste, Lieferantenerklärungen, Sicherheitsdatenblätter) vor der Berichtserstellung auf Vollständigkeit prüfen. Wo Lieferantendaten fehlen, hilft die Priorisierung nach Produktgruppen und Mengen. Die inhaltliche Einordnung einzelner Stoffe als SoC erfolgt mit der Fachabteilung, weil das Glossar den Begriff nicht definiert.
5. Konzepte und Maßnahmen ableiten (E2-1, E2-2). Konzepte (E2-1) und Maßnahmen samt Ressourcen (E2-2) folgen den allgemeinen Vorgaben GDR-P und GDR-A.
- Beim Konzept sind Inhalt, Geltungsbereich (eigene Tätigkeiten, Wertschöpfungskette, Geografien) und gegebenenfalls Bezug auf Drittstandards anzugeben.
- Bei Maßnahmen sind die wesentlichen Maßnahmen des Berichtsjahres und geplante Maßnahmen mit Zeitrahmen, Umfang und erwarteten Ergebnissen darzustellen.
- Bei wesentlichen finanziellen Mitteln sind Art, Betrag und Verortung im Abschluss sowie eine indikative Spanne künftiger Mittel zu nennen.
DFGE-Empfehlung: Eine Gap-Analyse gegen bestehende Genehmigungen, Umweltmanagementsysteme, Notfallpläne und Substitutionsprogramme zeigt, wo Konzepte fehlen oder Maßnahmen nicht dokumentiert sind. Bestehende Strukturen lassen sich meist nutzen, statt neue aufzubauen.
6. Ziele festlegen (E2-3). Ziele zur Verschmutzung sind nicht verpflichtend. Hat das Unternehmen Ziele gesetzt, sind sie nach GDR-T darzustellen. Ohne Ziele ist offenzulegen, ob und wie die Wirksamkeit von Konzepten und Maßnahmen nachverfolgt wird (ESRS 2 GDR-T Rn. 52). DFGE-Empfehlung: Ziele nach der SMART-Logik (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert) formulieren, etwa als Reduktion einzelner Schadstoffmengen, als Substitution definierter Stoffe oder als Zahl der Umweltunfälle. SMART ist eine Methode der Praxis und keine ESRS-Vorgabe.
7. Finanzielle Effekte und Schnittstellen sichern. E2 enthält keine eigene Angabepflicht zu finanziellen Effekten. Nach ESRS 2 SBM-3 sind tatsächliche und erwartete finanzielle Effekte wesentlicher Risiken und Chancen darzustellen, auch zu Verschmutzung, mit den dort genannten Quantifizierungserleichterungen und qualitativen Angaben. Typische Treiber sind etwa Genehmigungsauflagen, Beschränkungen von Stoffen, Sanierungs- und Haftungsrisiken oder Anpassungskosten. Das ist ein Praxisbeispiel und keine Vorgabe des Annexes. Controlling und Rechnungswesen sollten früh eingebunden werden. Zudem sind die Angaben mit E1 (Treibhausgase), E3 (Wasser), E5 (Abfall und Ressourcen), E4 (Biodiversität) und S3 (betroffene Gemeinschaften) abzustimmen.
4 Übergangsregeln für E2 beachten
E2 ist bei Wesentlichkeit grundsätzlich von Beginn an zu berichten, denn ESRS 1 Kapitel 10.3 nennt E2 nicht als Ganzes.
Erleichterungen bestehen nur für einzelne Angaben in E2-5 (besorgniserregende Stoffe): Quantitative Angaben zu Substances of Concern (SoC) dürfen Wave-one-Unternehmen für Geschäftsjahre vor 2030 und alle übrigen Unternehmen in ihren ersten drei Berichtsjahren weglassen. Angaben zu Substances of Very High Concern (SVHC) dürfen Unternehmen, die lediglich Nutzer von Erzeugnissen mit solchen Stoffen sind, für Geschäftsjahre vor 2028 bzw. im ersten Berichtsjahr weglassen. Für erwartete finanzielle Effekte (ESRS 2 Rn. 27) gelten gesonderte, gestaffelte Erleichterungen.
Wave-one-Unternehmen unterhalb der Größenschwellen dürfen zudem alle Themenstandards für Geschäftsjahre vor 2027 weglassen (Rn. 126(a)). Auch dann ist anzugeben, ob das Thema wesentlich ist (ESRS 2 BP-2).
Die Details stehen in ESRS 1 Kapitel 10.3 (Rn. 125–127, hier vor allem jeweils (d) und (e); Gruppendefinitionen in Rn. 122). Welcher Gruppe ein Unternehmen angehört, folgt nicht aus den ESRS und ist mit dem beauftragten Wirtschaftsprüfenden zu klären.
5 Fazit
ESRS E2 verlangt wenige, aber datenintensive Angaben: wesentliche Schadstoffemissionen, Mikroplastik und Stoffmengen oder Stoffnamen, je nach Rolle des Unternehmens. Konzepte, Maßnahmen und Ziele folgen den allgemeinen Vorgaben. Entscheidend sind eine begründete Wesentlichkeitseinschätzung, belastbare Daten aus Standorten, Einkauf und Produktsicherheit und die saubere Abgrenzung zu E1, E3 und E5. Für Stoffangaben gelten zudem gestaffelte Übergangsfristen.
DFGE-Empfehlung: Wer Emissions-, Stoff- und Wasserdaten gemeinsam plant, spart Aufwand und vermeidet Doppelerfassungen zwischen E1, E2, E3 und E5.
6 Quellen
- ESRS_2026_1563: Delegierte Verordnung (EU) 2026/1563, Annex I (ESRS 1, ESRS 2, ESRS E2) und Annex II (Glossar „Pollutant“, „Pollution“, „Microplastics“). Link: VO (EU) 2026/1563 – ELI. Fundstelle ESRS E2: S. 80–84 des Amtsblatt-PDFs; Übergangsregeln: ESRS 1 Kap. 10.3, Rn. 125–127 (S. 30–31).
- ESRS_2023_2772: Delegierte Verordnung (EU) 2023/2772 (ESRS Set 1) für die Gegenüberstellung der Nummerierung und Inhalte (Wahlrecht Geschäftsjahr 2026).







