Warum Unternehmen ESG jetzt strategisch in Risikomanagement und Strategie integrieren müssen
Globale Risiken werden für Unternehmen zunehmend wirtschaftlich relevant. Der Global Risks Report 2026 des Weltwirtschaftsforums (WEF) zeigt, dass geopolitische, ökonomische und technologische Entwicklungen nicht länger abstrakte Szenarien bleiben, sondern direkte Auswirkungen auf Lieferketten, Märkte, Investitionen und Kostenstrukturen haben. Unternehmen, die diese Risiken frühzeitig in ihre Strategien integrieren, verschaffen sich einen entscheidenden Vorteil.
1. Globale Risiken werden wirtschaftlich – und direkt unternehmensrelevant
Kurzfristig sind geopolitische Spannungen und ökonomische Konfrontationen die größten Risiken für die Jahre 2026 bis 2028. Lieferketten geraten unter Druck, Marktbedingungen verändern sich schnell, Investitionen werden unsicherer und Kostenstrukturen instabil.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist es entscheidend, Risiken systematisch zu erfassen. Bewährte Methoden aus Risiko– und Wesentlichkeitsanalysen, Lieferketten- und Standortbewertungen sowie die ESG-Risikoeinordnung helfen Unternehmen, wirtschaftliche Auswirkungen in Strategie, Governance und Reporting zu integrieren.

2. Kurzfristige Krisen verdrängen Nachhaltigkeit – langfristig wird sie existenziell
Der Report zeigt: Umwelt- und Klimarisiken verlieren kurzfristig an Aufmerksamkeit, dominieren aber klar den Zehn-Jahres-Horizont. Unternehmen, die nur auf akute Krisen reagieren, laufen Gefahr, langfristig strategisch falsch zu priorisieren.
Langfristige Risiken lassen sich durch strukturierte Klimastrategien, Corporate und Product Carbon Footprints, Transformationspfade und Science-Based Targets frühzeitig in Geschäftsmodelle einbetten. So werden ESG-Themen nicht nur in operative Entscheidungen integriert, sondern auch zu einem zentralen Bestandteil der Zukunftssicherung.
3. Wirtschaftliche Volatilität nimmt stark zu
Abschwünge, Inflation, Schuldenprobleme und Asset-Bubbles bedrohen die Stabilität vieler Unternehmen. Gleichzeitig wird finanzielle Stabilität zunehmend mit ESG-Performance verknüpft, da Banken, Investoren und Aufsichtsgremien ESG-Kriterien stärker in ihre Risikobewertung einbeziehen.
Erfahrungen aus Projekten zeigen, dass die Einbindung von ESG-Kennzahlen in Finanz- und Risikosteuerung die Transparenz erhöht, regulatorische Anforderungen abdeckt und die Resilienz in volatilen Märkten stärkt.
4. Technologie (KI, Cyber, Desinformation) wird zum Governance-Thema
Kurzfristig dominieren Cyberunsicherheit und Desinformation die Risikolandschaft, langfristig steigt das Risiko durch KI-Folgen deutlich an. Unternehmen müssen daher technologische Risiken zunehmend in Governance-Strukturen einbinden.
Bewährte Ansätze umfassen Richtlinien zu verantwortungsvoller KI, Daten- und Prozess-Governance sowie die Verknüpfung technischer Risiken mit Berichtsanforderungen. So lassen sich Chancen neuer Technologien nutzen, während systematische Risiken kontrolliert werden.
5. Ungleichheit und gesellschaftliche Spannungen sind systemische Treiber
Soziale Risiken sind stark vernetzt: Ungleichheit, fehlender Zugang zu Fachkräften, Reputationsrisiken und regulatorische Verschärfungen beeinflussen die Stabilität von Unternehmen nachhaltig. Laut Report ist Ungleichheit der am stärksten vernetzte globale Risikofaktor.
Unternehmen, die soziale ESG-Themen wie Living Wage, Human Rights Due Diligence und Lieferketten-Sozialstandards strategisch umsetzen, sichern ihre Reputation, stärken ihre gesellschaftliche Legitimität und erhöhen die operative Resilienz.
Fazit: ESG als integraler Bestandteil von Risiko und Strategie
Der Global Risks Report 2026 macht deutlich: ESG ist kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil von Risikomanagement, Strategie und Resilienz. Unternehmen, die Risiken aus Geopolitik, Klima, Wirtschaft, Technologie und sozialen Faktoren systematisch analysieren und in messbare, steuerbare Maßnahmen übersetzen, erhöhen ihre Zukunftssicherheit deutlich.
Wenn Sie Ihr Unternehmen für diese Herausforderungen wappnen möchten, lohnt es sich, ESG-Risiken strukturiert in Strategie und Reporting zu integrieren. Für Fragen oder Unterstützung bei Risiko– und Wesentlichkeitsanalysen, Lieferkettenbewertungen oder ESG-Strategien stehen wir Ihnen gerne unter oder telefonisch unter +49 8192 99733-20 zur Verfügung.
Quellen:
- World Economic Forum (2026), Global Risks Report 2026, Geneva. https://www.weforum.org/reports/global-risks-report-2026
- Pressemitteilung WEF (14. Januar 2026), Global Risks Report 2026 released. https://www.weforum.org/press/








