In einer Zeit, die von multiplen Krisen geprägt ist – allen voran der industriepolitischen Zeitenwende durch den systemischen Wettbewerb mit China – stehen viele deutsche Unternehmen vor einer existentiellen Frage: Wie lässt sich das Geschäftsmodell so transformieren, dass es nicht nur nachhaltig ist, sondern auch langfristig besteht?
Die industrielle Herausforderung durch China ist derzeit das dominierende Thema in der öffentlichen Debatte, wie auch der aktuelle Diskurs etwa in der Süddeutschen Zeitung belegt (z.B. SZ vom 27.6 S. 23). Der Kern: China ist von der verlängerten Werkbank des Westens zu einem systemischen Wettbewerber aufgestiegen, der in technologischen Kernbereichen (Automotive, Maschinenbau, KI) massiv aufholt und den deutschen Standort unter Druck setzt. Kostensenkungen allein reichen als Antwort nicht mehr aus; der Standort Deutschland benötigt eine neue industrielle DNA.
Die aktuelle Studie „Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz trotz Krise“ von Prof. Dr. Florian Lüdeke-Freund, herausgegeben von der Bertelsmann Stiftung, liefert hierauf die passende Antwort. Sie rückt das Konzept der „Dreifach-Dividende“ ins Zentrum der Strategie, um in diesem verschärften Wettbewerb zu bestehen.
Was bedeutet die „Dreifach-Dividende“?
Der Kern der Studie ist die Erkenntnis, dass Unternehmen heute nicht mehr zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Resilienz wählen können – sie müssen alle drei Dimensionen gleichzeitig verfolgen.
Lüdeke-Freund identifiziert das Geschäftsmodell als den zentralen Hebel dieser Transformation:
- Wettbewerbsfähigkeit: Nachhaltigkeit als Motor für Innovation statt als Kostenfaktor.
- Resilienz: Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Schocks durch zirkuläre und lokale Wertschöpfungslogiken.
- Nachhaltigkeit: Die ökologische und soziale Basis für langfristige Existenzfähigkeit.
Der Weg aus der „Transformationsreserve“
Die Studie zeigt auf, dass sich viele Unternehmen zwar bereits auf dem Weg befinden, aber noch ein großes ungenutztes Potenzial – die sogenannte „Transformationsreserve“ – besteht. Viele Akteure verharren in einem reaktiven Status, bei dem Nachhaltigkeit vor allem über Reporting und Compliance definiert wird. Der strategische Sprung in die proaktive Geschäftsmodell-Transformation bleibt bei vielen noch aus.
Nachhaltigkeit als Profitcenter: Der Weg zu Marktanteilen und Gewinn
Ein zentrales Missverständnis vieler Unternehmen ist die Annahme, Nachhaltigkeit sei primär ein Kostenfaktor. Doch die Transformation bietet eine enorme Chance: Wer zum Teil der Lösung der Nachhaltigkeits-Herausforderungen wird, gewinnt. Dies schafft ein „Profitcenter“ statt eines „Costcenters“:
- Marktanteile durch Innovationsführerschaft: Kunden fordern zunehmend nachhaltige Produkte. Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle frühzeitig transformieren, besetzen diese neuen Märkte und werden zum bevorzugten Partner.
- Resilienz als Schutzschild: Ein nachhaltiges, zirkuläres Geschäftsmodell ist inhärent resilienter. Wer Ressourcen effizienter nutzt und weniger abhängig von volatilen Rohstoffmärkten ist, schützt sich gegen globale Schocks.
- Wirtschaftlicher Erfolg (Gewinn): Am Ende dieser Transformation steht die Steigerung der Profitabilität. Durch Effizienzgewinne, den Zugang zu neuen, zahlungskräftigen Kundensegmenten und eine höhere Attraktivität für Investoren wird Nachhaltigkeit zum direkten Treiber für den Gewinn.
Fazit: Wer handelt, gewinnt
Die Herausforderung durch China ist eine Aufforderung, sich nicht durch Preiskämpfe in eine Sackgasse drängen zu lassen, sondern die eigene Wertschöpfung konsequent auf Nachhaltigkeit und Resilienz umzustellen. Wer den Wandel gestaltet, sichert sich nicht nur gegen Risiken ab, sondern baut aktiv Marktanteile in den Wachstumsmärkten der Zukunft aus. Nachhaltigkeit ist somit kein Verzicht – sie ist das erfolgreichste Geschäftsmodell des 21. Jahrhunderts.
Ihr Partner für die Transformation: Die DFGE
An genau dieser Schnittstelle setzt die DFGE an. Wir entwickeln Climate-Transition-Pläne nicht nach einem Standardmuster, sondern konsequent entlang der unternehmensspezifischen Werttreiber unserer Kunden.
Denn erst wenn Klimaziele mit den Faktoren verknüpft werden, die Wertschöpfung, Kostenstruktur und Wettbewerbsposition eines Unternehmens tatsächlich bestimmen, wird aus Compliance eine wirksame Transformationsstrategie:
- Werttreiber in den Mittelpunkt stellen: Wir analysieren, welche Hebel für Ihr Geschäftsmodell entscheidend sind – etwa Energie- und Materialeinsatz, Beschaffung, Produktion, Produkte oder Kundenanforderungen – und übersetzen diese in konkrete Transformationsmaßnahmen.
- Wirtschaftliche Wirkung sichern: Darauf aufbauend priorisieren wir Maßnahmen, die heute durch Suffizienz und Effizienz Kosten senken und zugleich die Abhängigkeit von künftig knapperen und höher besteuerten fossilen Energieträgern verringern.
- Resilienz und Compliance verbinden: Wir erarbeiten belastbare Entscheidungsgrundlagen für mehr Planbarkeit und Resilienz und verankern die regulatorischen Anforderungen – beispielsweise aus CSRD und CO₂-Bilanzierung – dort, wo sie strategischen Nutzen stiften.
Sind Sie bereit, Ihre Climate Transition an den Werttreibern Ihres Unternehmens auszurichten?
Lassen Sie uns gemeinsam den Weg von der reinen Compliance hin zur strategischen Transformation gehen. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch, um zu erfahren, wie Sie die „Dreifach-Dividende“ in Ihrem Unternehmen realisieren können.
Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung: oder telefonisch unter 08192-99733-20 für weitere Informationen.
Weitere Informationen:
Die vollständige Studie „Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz trotz Krise: Deutsche Geschäftsmodelle zukunftsorientiert weiterentwickeln“ bietet Entscheidungsträgern einen Leitfaden für diesen Wandel.

Co-Autor: Dr. Jörg Doppelfeld
Dr. Jörg Doppelfeld ist Freier Mitarbeiter der DFGE. Er beschäftigt sich seit 1996 in unterschiedlichen Funktionen mit dem Thema Klimaschutz – zunächst als Banker (Project Finance, Emission Trading), dann seit 2009 als Consultant in Industrie und Finanzsektor. Er hat Physik und Volkswirtschaft studiert. Privat ist Jörg gerne in der Euregio D-B-NL unterwegs, ob auf dem Rennrad oder dem Motorrad, laufend oder kletternd.








